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Gegenwind in und aus Stemwede

Keine neuen Riesen-Windräder!

Aktuell: 12.05.2020

Unsere Jahres-Versammlung findet am 27. Mai um 20:00, in der Gaststätte Piel, unter Einhaltung der Hygienevorschriften statt. Alle Mitglieder und Interessierten sind, herzlich willkommen!


10.05.2020

Auch Rentabilität und Nachhaltigkeit gehören zur Energiewende

Rentabel

Die Energiewirtschaft hat den größten Anteil am CO2-Ausstoß

Rentabel ist sie schon, die Energiewende, besonders für die Windstrom-Produzenten - seien es nun die Konzerne, die ganz öffentlich oder unter dem Deckmäntelchen windiger Bürgerparks saftige Renditen absahnen oder tatsächlich genossenschaftlich strukturierte Bürger-Projekte. Da wird immer noch ordentlich abgeschöpft, sozusagen zwangsweise und kollektiv aus den Geldbörsen kleiner Leute in die Depots gieriger Platzhirsche umverteilt.

Nachhaltig

Nachhaltig ist sie nicht, die Energiewende, sonst hätte sich nach 20 Jahren EEG schon mehr getan, vor allem In den Köpfen der Bürger, wo sie nämlich nicht wirklich angekommen ist. Eigentlich ist Dies nicht so schwer zu verstehen, denn die simplen Gründe dafür liegen auf der Hand: für die Allgemeinheit wird’s eben immer teurer, die Politik wankt und drischt Phrasen, drumherum passiert aber nix! Soll heißen, Gewinne werden eingesteckt nicht investiert z.B. in den Ausbau der Leitungsnetze, oder gar in Speichertechnologien und schon garnicht in Konzepte für weitestgehend autarke, dezentrale Bürgerkraftwerke zum Wohle der Umwelt.

Kohle

Hinsichtlich der Schaffung von Stromspeichern hat Deutschland trotz der fürstlichen Vergütungen enormen Nachholbedarf

Offensichtlich hat die Kohle-Energiewirtschaft, als größte CO2-Schleuder in Deutschland, ihren Ausstoß seit 1990 deutlich, um 33% Prozent verringert. Auch die Emissionen von Abfallwirtschaft, Gebäude und Industrie sind ordentlich zurückgegangen, wohingegen der Verkehrssektor diesbezüglich keinerlei Ehrgeiz zu besitzen scheint. Immerhin betrug der Anteil des Brennstoffs Kohle an der deutschen Stromproduktion im Jahr 2018 noch 36%, was uns nach Polen, Tschechien und Bulgarien im europäischen Vergleich, immer noch zum viertgrößten Verbraucher macht.

Netz und Speicher

Gerade hier wird wieder einmal deutlich, dass die größten Herausforderungen für die deutsche Klimapolitik noch vor uns liegen und wir selbstredend im Alleingang das Klima nicht retten können, schon gar nicht dadurch, immer neue und größere Windkraftwerke in die Landschaft zu stellen, bevor die Infrastruktur zur Verteilung der dort produzierten Energie sowie die Kapazitäten zur Energiespeicherung geschaffen wurden. Dies gilt für Deutschland, Europa und im Grunde weltweit.

Verschenkter Strom

Die Klimapolitik hat nur eine Chance, wenn sie global betrieben wird

Gegenwärtig müssen wir unseren „sauberen“ Strom an der Strombörse zeitweise, z. B. an sonnigen und windigen Tagen, verschenken (oder sogar die Abnehmer für die „Entsorgung“ bezahlen) und dann im Bedarfsfall teuer einkaufen – das klingt nicht wirklich nach einem gut gemachten Energie-Management. Das klingt nach klassischer Misswirtschaft zu Lasten der Verbraucher, besonders wenn man an die jährlichen Zusatzkosten Kosten von ca. 25 Milliarden Euro aus der EEG-Umlage im Hinterkopf hat, für die hautsächlich private Endverbraucher und kleinere Wirtschaftsbetriebe aufkommen.

Imageschaden?

Letzten Endes muss die Energiewende, wie schon erwähnt, generell im Kopf der Allgemeinheit ankommen und nicht nur im Portemonnaie, so oder so. Nicht nur kurzeitig bewusst werden, wenn der Klimawandel wieder durch anhaltende Dürren oder schwere Stürme hierzulande konkret spürbar ist, sondern Prinzip unseres politischen und sozialen Handelns werden. Solange Umweltskandale von den Beteiligten als Kavaliersdelikt behandelt werden und es danach primär um die Behebung der Imageschäden geht nicht um wirkliche Aufarbeitung, ist ein nachhaltiges Umdenken blockiert, schafft das Klima sozusagen nicht den Sprung über die Hürde der Profitmaximierung, sprich Gier.

Pollution Drop – Covid-19-Gewinner Luftqualität

Im europäischen Vergleich ist Deutschland immernoch ein Kohleland

Dass ausgerechnet Pandemie-Maßnahmen zu besserer Atemluft führen ist grundsätzlich ein positiver Aspekt, und zeigt auch, wie gemeinschaftlich empfundene Angst vor Gesundheitsschäden, den Konsum dämpft und dabei seine Konsumenten zur Disziplin anhält. Angesichts der Prognose, dass ein Klimawandel mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Vielfaches an Todesopfern im Vergleich zum Corona-Virus fordern wird, ein unverhältnismäßig drastischer Verzicht auf liebe Konsumgewohnheiten.

Wasser statt Klopapier

Wenn nicht jeder bereit ist, seinen persönlichen Beitrag zu leisten, wenn die Energieproduzenten, egal ob konventionell oder erneuerbar, sich nicht ihrer sozialen Verantwortung bewusst werden, wird sich hinsichtlich der Erderwärmung nichts zum Guten wenden. Gerade die Windenergieanlagen werden von Betreibern offenbar mehr als Finanzprodukt denn als Klimaschutz-Maßnahme betrieben, sonst wäre den Betreffenden in den vergangenen 20 Jahren vielleicht schon mal aufgefallen, dass sich nicht nur der Strom ständig verteuert, sondern der CO2- Ausstoß auch nicht wirklich zurückgeht.

Spätestens wenn in nicht allzu ferner Zukunft sowohl sauberes Trinkwasser als auch natürlich erzeugte Lebensmittel zu raren Luxusartikeln werden, haben die leergehamsterten Klopapierregale im Supermarkt endgültig ihren Schrecken verloren.

 


06.04.2020

Die auf Grund des Kontaktverbots verschobene Versammlung vom 25. März wird voraussichtlich am 27. Mai bei Piel stattfinden - wir gehen davon aus, dass wir bis dahin wieder dazu berechtigt sind!


12.03.2020

Unsere Hauptversammlung findet leider nicht wie geplant am Mittwoch 25. März bei Piel statt, sondern wird voraussichtlich auf Mitte April verschoben. Das genaue Datum geben wir so bald wie möglich bekannt!


7.01.2020 - Beitrag von Rainer Wehdebrock

Anstand, Abstand, Arbeitsplätze – Gedanken zur Energiewende zum Jahresanfang

Windkraft lässt wieder die Strompreise steigenWInd und Solarstrom sind unstete Energien. Ein gewisser Grundversorgungsanteil muss immer bereitstehen

Um die Windkraft in Stemwede ist es seit Mitte des Jahres erstaunlich ruhig. Einzige windige Medienpräsenz erzielt kürzlich das örtliche  „Deutsche-Windkraft- Museum", was sowohl den (Ex-) Profiteuren, als auch den, von der Windkraft bedrängten Anwohnern, zu denken geben sollte!

Gehört die denn jetzt also schon ins Museum, die Windkraft?

Na klar, denn ausgerechnet dort stehen jetzt die hübschen kleinen Anlagen, durch deren konsequente Weiterentwicklung hin zur eigenverantwortlichen Selbstversorgung, die Strom-Erzeugung wirklich in Bürgerhänden hätte landen können.
Oder rechnen die Windbürger etwa schon mit dem Schlimmsten - ist es ein Mahnmal des Scheiterns der Energiewende, wegen genau des Größenwahns und der maßlosen menschlichen Profit-Gier, die uns so lange die Anzeichen der sich abzeichnenden Erderwärmung und einer damit einhergehenden möglichen Klimakatastrophe ignorieren ließen?

Auf einmal haben wir nun einen gefühlten Moment des Stillstands - Pfarrer und Pastoren beispielsweise nutzen solche Augenblicke immer gerne für Sätze wie: „Denken wir doch einmal nach" oder "Lasst uns die Stille nutzen, um Einkehr zu halten"! -
Also, fragen wir uns doch mal selbst, was wir wollen. Wollen wir Diskussionen über 1000 Meter Abstandsregelungen oder Artenschutz, bei denen das Wohl von Tieren mehr zählt als das der menschlichen Anwohner, oder wollen wir, kurz gesagt, wirklich eine zukunftsfähige Energie-Wirtschaft, im Einklang mit Mensch und Klima.

Die Energiewende muss zuerst im Kopf stattfinden,Eine wirtschaftliche Auslastung der erneuerbaren Energien ist ohne Speicherung nicht möglich

Solange das nicht passiert, wird sich nicht wirklich was bewegen, angesichts der Investoren, die trotz der trügerischen Ruhe an der Windkraftfront, wie die Geier in ihren banknotengepolsterten Nestern lauern, um die üppige Zwangs-Umlage abzusahnen.

Da werden bei Bedarf auch mal gewählte, ehrenamtlich tätige Gemeinderäte mit juristischen Einschüchterungen zu begünstigenden Entscheidungen „bewegt", wie jüngst  im Falle Oppendorf. Immerhin winken noch immer 4,9% Rendite im Windgeschäft, zwar bekanntlich ziemlich risikobehaftet, doch garantiert verlockend, angesichts der Altersvorsorge- fressenden Nullzinspolitik der EZB.
Klären wir doch zuerst die Frage der umweltgerechten Entsorgung von 44 000 Tonnen Windkraft-Sondermüll, der Schrott kann ja nicht komplett ins Windkraft-Museum in die Mühlenheide nach Oppenwehe wandern. Klären wir doch vorher, was passiert, wenn deutsche Unternehmen ihre Produktion ins Ausland verlagern, weil da die benötigte Energie erheblich günstiger zu haben ist.
Die CO2 Emissionen und Arbeitsplätze entstehen dann eben im Ausland, genauso wie die Gewinne die auch noch dort, zu niedrigeren Sätzen versteuert werden.

Das Geschrei um die Windkraft-Arbeitsplätze

Auch der Export von Strom kommt die deutschen Verbraucher teuer zu stehen

Klären wir doch bitteschön auch mal vorab, ob ein Bürgerwindpark, sprich ein Öko-Wertpapierdepot, tatsächlich ein guter Beitrag zur wirtschaftlichen Klima- „Rettung" ist, oder vielmehr in letzter Konsequenz durch die Verteuerung der Energie der Wirtschaft nachhaltig schadet, auch wenn in der Windbau-Branche der ein oder andere Arbeitsplatz erhalten werden würde, wenn wir weitermachten wie bisher.

Wind und Sonne schreiben keine Rechnung!?

Dann steigt eben der Strompreis, trotz aller Mühen und  Versprechen der Politik, für die kleinen Leute und Betriebe weiter, bei gleichzeitiger Häufung plakativer Heilsversprechungen durch utopische Klimaziele. Also, liebe Mächtige in den Parlamenten, genaugenommen sinkt der Treibhausgas-Ausstoß nicht wirklich nachhaltig, die Tendenz  zeigt zunehmend, nicht nur global betrachtet, eher nach oben.

Sogar in Deutschland mit dem verhältnismäßig lächerlichen 0,24 kg CO2-Aufkommen pro einem US Dollar Wirtschaftsleistung, geht der leichte Rückgang zum großen Teil auf witterungsbedingte Ursachen zurück. Trotz „Klima"-Kanzlerin und Konsorten lagen die Emissionswerte 2018 im Bereich Industrie und Verkehr gut 3% ÜBER dem Wert von 2005!
Spitzenreiter beim Ausstoß sind China (2,14), Russland ((1,9) und Indien mit 1,54 kg, also muss baldigst bitteschön auch weltweit etwas passieren.

Wenn der Wind weht wird bezahlt, so steht es im EEG.Die Kosten für Speichtechnik btrugen 2017 nur noch ein Fünftel des Betrags von 2010

200 000 000 000 € haben wir bisher, absolut nebenwirkungsfrei, über die EEG-Umlage, aus den Taschen der Verbraucher in die Taschen von Banken und Investoren gespült, also 200 Milliarden Euro, die zwar kassiert, aber offensichtlich weder in das marode Leitungsnetz zur Strom-Verteilung, noch in effiziente Speicherung elektrischer Energie reinvestiert wurden, noch sonstwie spürbar die (lokale) Konjunktur beleben.

Im Gegenteil, die angekündigte Erhöhung des Strompreises um 5,5% ist zu einem guten Teil den Übertragungsnetzbetreibern geschuldet, die sich mit den 2,2 Milliarden Euro Guthaben auf dem sogenannten EEG Konto nicht zufrieden geben wollen. Dabei sind wir noch gezwungen, überschüssig produzierten Strom weit unter Preis ins Ausland zu verscherbeln, im ersten Halbjahr 2019 genau 21 100 Millionen Kilowattstunden, damit unser Netz nicht kollabiert.

Von den Bürgern teuer bezahlter Strom aus Deutschland wird ins Ausland verramscht!

Allein im Januar 2019 exportierte Deutschland 7,2 Twh, das sind mehr als Russland, Tschechien, Frankreich und Schweden zusammen, die es gerademal auf die Summe von 4,8 Twh brachten. Wie kommts? - Ganz einfach, im Ausland ist der in Deutschland produzierte Strom gnadenlos billig, für durchschnittlich ca. 4,9 Cent/KWh zu haben! Der Deutsche Stromabnehmer bezahlt für die Erzeugung 7,61 Cent/Kwh, 7,22 Cent Netzentgelte, 9,61 Cent Steuern und 6,41 Cent EEG – Umlage.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass der durch das zeitweilige Überangebot an Windstrom gedrückte Börsenstrompreis paradoxer Weise ein Faktor für die stetige Verteuerung der EEG – Umlage ist, denn der Gewinn für die Betreiber ist ja garantiert und gerade aus dem Umlagen-Topf wird dann zugebuttert.

Auch die mehr als 2000 von der Umlage befreiten Unternehmen drücken den Kleinverbrauchern und Betrieben jährlich 4,5 Milliarden Euro Mehrkosten auf. Diese könnten die Kosten durch einen Mehrverbrauch selbst dann noch in die Höhe treiben, wenn durch den fälligen Rückbau, beginnend mit 5000 Anlagen im übernächsten Jahr, die Umlage eigentlich, wie prognostiziert wird, sinken würden.

Die EEG-Umlage ist tatsächlich keine Subvention, denn Subventionen müssen nachhaltig sein!

Dieses umfassend marktwirtschaftlich-wettbewerbliche Idiotenstück darf natürlich nicht (und offiziell und vom EuGH bestätigt) „Subvention“ genannt werden, weil diese Milliarden einerseits nicht über die öffentlichen Haushalte laufen, und andererseits Subventionen seit 2015 in Deutschland einer Nachhaltigkeitsprüfung unterliegen.

Zitat vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung:
„Im Zentrum der jetzt erfolgten Nachhaltigkeitsprüfung standen die langfristigen ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen der Subventionen, insbesondere in Bezug auf wirtschaftlichen Wohlstand und Zukunftsvorsorge, Klimaschutz und Ressourcenschonung sowie Beschäftigungssicherung.“
- So gesehen, wirklich keine Subvention, weil die Nachhaltigkkeits-Kriterien nicht erfüllt werden. 

Fazit – zurück zum Museum

Schon seit über 32 Jahren, seit einige der letzten Überreste der legendär gescheiterten GroWiAn-Versuchsanlage damals ins Auto-und Technikmuseum nach Sinsheim wanderten, muss allen Beteiligten klar gewesen sein, dass zur wirtschaftlichen Windenergie-Nutzung im großen Stil, ein entsprechendes Netz verfügbar sein muss, und dass zugleich Lösungen für die Speicherbarkeit des elektrischen Stroms gefunden werden müssen, oder aber die Energiewende im Kleinen, sozusagen in jedem Haushalt passieren muss, wo es für die Konzerne weitaus schwieriger ist, abzukassieren.

Damals jammerten die Versorger, in ihrer Eigenschaft als ambitionierte AKW-Betreiber lauthals darüber, dass die Politik ihnen mit den Windkraftplänen in den Rücken gefallen sei, in Wirklichkeit wurde das Ding einfach nur kaltlächelnd ausgesessen, in der Gewissheit, das untaugliche Netz würde sowieso jegliche großangelegte Bemühungen um eine Veränderung der Energieerzeugung und Verteilung im Keim ersticken.

Genau diese Arroganz rächt sich jetzt für die Verbraucher, ob heute mit ökologisch nachhaltigen Energieprodukten geworben wird oder nicht. Die einzige Nachhaltigkeit besteht darin, dass alles so bleibt wie es ist - mehr bezahlen für weniger Klimaschutz, in Zahlen, mindestens 20 Milliarden Euro pro Jahr für leere Versprechen jenseits der Legislaturperiode, und die Aussicht auf Riesenwindanlagen vor der Tür.

Anständig und erfolgsorientiert geht Anders!


 

Die Schlagschatten großer WK-Anlagen werden von Anwohnern oft als sehr störend empfunden, genauso wie die Schatten- Simulation auf unserer Website etliche User stört.
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Noch ist dieses Bild eine Montage!
Veto
blickt bestürzt nach Levern.
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