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Gegenwind in und aus Stemwede

Wir sind der Meinung, wir brauchen keine neuen Riesen-Windräder!

Aktuell: 12.03.2020

Unsere Hauptversammlung findet leider nicht wie geplant am Mittwoch 25. März bei Piel statt, sondern wird voraussichtlich auf Mitte April verschoben. Das genaue Datum geben wir so bald wie möglich bekannt!


7.01.2020 - Beitrag von Rainer Wehdebrock

Anstand, Abstand, Arbeitsplätze – Gedanken zur Energiewende zum Jahresanfang

Windkraft lässt wieder die Strompreise steigen

Um die Windkraft in Stemwede ist es seit Mitte des Jahres erstaunlich ruhig. Einzige windige Medienpräsenz erzielt kürzlich das örtliche  „Deutsche-Windkraft- Museum", was sowohl den (Ex-) Profiteuren, als auch den, von der Windkraft bedrängten Anwohnern, zu denken geben sollte!

Gehört die denn jetzt also schon ins Museum, die Windkraft?

Na klar, denn ausgerechnet dort stehen jetzt die hübschen kleinen Anlagen, durch deren konsequente Weiterentwicklung hin zur eigenverantwortlichen Selbstversorgung, die Strom-Erzeugung wirklich in Bürgerhänden hätte landen können.
Oder rechnen die Windbürger etwa schon mit dem Schlimmsten - ist es ein Mahnmal des Scheiterns der Energiewende, wegen genau des Größenwahns und der maßlosen menschlichen Profit-Gier, die uns so lange die Anzeichen der sich abzeichnenden Erderwärmung und einer damit einhergehenden möglichen Klimakatastrophe ignorieren ließen?

Auf einmal haben wir nun einen gefühlten Moment des Stillstands - Pfarrer und Pastoren beispielsweise nutzen solche Augenblicke immer gerne für Sätze wie: „Denken wir doch einmal nach" oder "Lasst uns die Stille nutzen, um Einkehr zu halten"! -
Also, fragen wir uns doch mal selbst, was wir wollen. Wollen wir Diskussionen über 1000 Meter Abstandsregelungen oder Artenschutz, bei denen das Wohl von Tieren mehr zählt als das der menschlichen Anwohner, oder wollen wir, kurz gesagt, wirklich eine zukunftsfähige Energie-Wirtschaft, im Einklang mit Mensch und Klima.

Die Energiewende muss zuerst im Kopf stattfinden,

Solange das nicht passiert, wird sich nicht wirklich was bewegen, angesichts der Investoren, die trotz der trügerischen Ruhe an der Windkraftfront, wie die Geier in ihren banknotengepolsterten Nestern lauern, um die üppige Zwangs-Umlage abzusahnen.

Da werden bei Bedarf auch mal gewählte, ehrenamtlich tätige Gemeinderäte mit juristischen Einschüchterungen zu begünstigenden Entscheidungen „bewegt", wie jüngst  im Falle Oppendorf. Immerhin winken noch immer 4,9% Rendite im Windgeschäft, zwar bekanntlich ziemlich risikobehaftet, doch garantiert verlockend, angesichts der Altersvorsorge- fressenden Nullzinspolitik der EZB.
Klären wir doch zuerst die Frage der umweltgerechten Entsorgung von 44 000 Tonnen Windkraft-Sondermüll, der Schrott kann ja nicht komplett ins Windkraft-Museum in die Mühlenheide nach Oppenwehe wandern. Klären wir doch vorher, was passiert, wenn deutsche Unternehmen ihre Produktion ins Ausland verlagern, weil da die benötigte Energie erheblich günstiger zu haben ist.
Die CO2 Emissionen und Arbeitsplätze entstehen dann eben im Ausland, genauso wie die Gewinne die auch noch dort, zu niedrigeren Sätzen versteuert werden.

Das Geschrei um die Windkraft-Arbeitsplätze

Klären wir doch bitteschön auch mal vorab, ob ein Bürgerwindpark, sprich ein Öko-Wertpapierdepot, tatsächlich ein guter Beitrag zur wirtschaftlichen Klima- „Rettung" ist, oder vielmehr in letzter Konsequenz durch die Verteuerung der Energie der Wirtschaft nachhaltig schadet, auch wenn in der Windbau-Branche der ein oder andere Arbeitsplatz erhalten werden würde, wenn wir weitermachten wie bisher.

Wind und Sonne schreiben keine Rechnung!?

Dann steigt eben der Strompreis, trotz aller Mühen und  Versprechen der Politik, für die kleinen Leute und Betriebe weiter, bei gleichzeitiger Häufung plakativer Heilsversprechungen durch utopische Klimaziele. Also, liebe Mächtige in den Parlamenten, genaugenommen sinkt der Treibhausgas-Ausstoß nicht wirklich nachhaltig, die Tendenz  zeigt zunehmend, nicht nur global betrachtet, eher nach oben.

Sogar in Deutschland mit dem verhältnismäßig lächerlichen 0,24 kg CO2-Aufkommen pro einem US Dollar Wirtschaftsleistung, geht der leichte Rückgang zum großen Teil auf witterungsbedingte Ursachen zurück. Trotz „Klima"-Kanzlerin und Konsorten lagen die Emissionswerte 2018 im Bereich Industrie und Verkehr gut 3% ÜBER dem Wert von 2005!
Spitzenreiter beim Ausstoß sind China (2,14), Russland ((1,9) und Indien mit 1,54 kg, also muss baldigst bitteschön auch weltweit etwas passieren.

Wenn der Wind weht wird bezahlt, so steht es im EEG.

200 000 000 000 € haben wir bisher, absolut nebenwirkungsfrei, über die EEG-Umlage, aus den Taschen der Verbraucher in die Taschen von Banken und Investoren gespült, also 200 Milliarden Euro, die zwar kassiert, aber offensichtlich weder in das marode Leitungsnetz zur Strom-Verteilung, noch in effiziente Speicherung elektrischer Energie reinvestiert wurden, noch sonstwie spürbar die (lokale) Konjunktur beleben.

Im Gegenteil, die angekündigte Erhöhung des Strompreises um 5,5% ist zu einem guten Teil den Übertragungsnetzbetreibern geschuldet, die sich mit den 2,2 Milliarden Euro Guthaben auf dem sogenannten EEG Konto nicht zufrieden geben wollen. Dabei sind wir noch gezwungen, überschüssig produzierten Strom weit unter Preis ins Ausland zu verscherbeln, im ersten Halbjahr 2019 genau 21 100 Millionen Kilowattstunden, damit unser Netz nicht kollabiert.

Von den Bürgern teuer bezahlter Strom aus Deutschland wird ins Ausland verramscht!

Allein im Januar 2019 exportierte Deutschland 7,2 Twh, das sind mehr als Russland, Tschechien, Frankreich und Schweden zusammen, die es gerademal auf die Summe von 4,8 Twh brachten. Wie kommts? - Ganz einfach, im Ausland ist der in Deutschland produzierte Strom gnadenlos billig, für durchschnittlich ca. 4,9 Cent/KWh zu haben! Der Deutsche Stromabnehmer bezahlt für die Erzeugung 7,61 Cent/Kwh, 7,22 Cent Netzentgelte, 9,61 Cent Steuern und 6,41 Cent EEG – Umlage.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass der durch das zeitweilige Überangebot an Windstrom gedrückte Börsenstrompreis paradoxer Weise ein Faktor für die stetige Verteuerung der EEG – Umlage ist, denn der Gewinn für die Betreiber ist ja garantiert und gerade aus dem Umlagen-Topf wird dann zugebuttert.

Auch die mehr als 2000 von der Umlage befreiten Unternehmen drücken den Kleinverbrauchern und Betrieben jährlich 4,5 Milliarden Euro Mehrkosten auf. Diese könnten die Kosten durch einen Mehrverbrauch selbst dann noch in die Höhe treiben, wenn durch den fälligen Rückbau, beginnend mit 5000 Anlagen im übernächsten Jahr, die Umlage eigentlich, wie prognostiziert wird, sinken würden.

Die EEG-Umlage ist tatsächlich keine Subvention, denn Subventionen müssen nachhaltig sein!

Dieses umfassend marktwirtschaftlich-wettbewerbliche Idiotenstück darf natürlich nicht (und offiziell und vom EuGH bestätigt) „Subvention“ genannt werden, weil diese Milliarden einerseits nicht über die öffentlichen Haushalte laufen, und andererseits Subventionen seit 2015 in Deutschland einer Nachhaltigkeitsprüfung unterliegen.

Zitat vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung:
„Im Zentrum der jetzt erfolgten Nachhaltigkeitsprüfung standen die langfristigen ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen der Subventionen, insbesondere in Bezug auf wirtschaftlichen Wohlstand und Zukunftsvorsorge, Klimaschutz und Ressourcenschonung sowie Beschäftigungssicherung.“
- So gesehen, wirklich keine Subvention, weil die Nachhaltigkkeits-Kriterien nicht erfüllt werden.

Fazit – zurück zum Museum

Schon seit über 32 Jahren, seit einige der letzten Überreste der legendär gescheiterten GroWiAn-Versuchsanlage damals ins Auto-und Technikmuseum nach Sinsheim wanderten, muss allen Beteiligten klar gewesen sein, dass zur wirtschaftlichen Windenergie-Nutzung im großen Stil, ein entsprechendes Netz verfügbar sein muss, und dass zugleich Lösungen für die Speicherbarkeit des elektrischen Stroms gefunden werden müssen, oder aber die Energiewende im Kleinen, sozusagen in jedem Haushalt passieren muss, wo es für die Konzerne weitaus schwieriger ist, abzukassieren.

Damals jammerten die Versorger, in ihrer Eigenschaft als ambitionierte AKW-Betreiber lauthals darüber, dass die Politik ihnen mit den Windkraftplänen in den Rücken gefallen sei, in Wirklichkeit wurde das Ding einfach nur kaltlächelnd ausgesessen, in der Gewissheit, das untaugliche Netz würde sowieso jegliche großangelegte Bemühungen um eine Veränderung der Energieerzeugung und Verteilung im Keim ersticken.

Genau diese Arroganz rächt sich jetzt für die Verbraucher, ob heute mit ökologisch nachhaltigen Energieprodukten geworben wird oder nicht. Die einzige Nachhaltigkeit besteht darin, dass alles so bleibt wie es ist - mehr bezahlen für weniger Klimaschutz, in Zahlen, mindestens 20 Milliarden Euro pro Jahr für leere Versprechen jenseits der Legislaturperiode, und die Aussicht auf Riesenwindanlagen vor der Tür.

Anständig und erfolgsorientiert geht Anders!


5.09.2019

Zum Artikel „Rat erteilt sein Einvernehmen vom 05.09.19“ von Jörn Spreen-Ledebur in der Neuen Westfälischen Zeitung

Hurra, da kann in Oppendorf der Sekt schon mal kalt gestellt werden.

Für 6 Cent pro kWh hat man den Zuschlag bekommen. Da man fürs Repowering auch noch einen extra Bonus erhält, kann man gleich mehrere Flaschen kalt stellen. Wenn dann zum Start der Windmonster uns wieder eingeredet wird, wie wichtig diese Anlagen für die Klimarettung sind!

Ich kann den Scheiß nicht mehr hören! Die Windkraft und die anderen erneuerbaren Energien, die mich durch die Zwangsabgabe mittlerweile 1.500,- €/Jahr zusätzlich kosten, haben in Sachen Klima rein gar nichts bewirkt, wie dieser und auch schon der letzte Sommer gezeigt haben. Wenn man 30.000 Windmonster in die Norddeutsche Tiefebene stellt und südlich vom Main kaum welche, darf man sich über Sturm und Starkregen an Ort und Stelle, langanhaltenden Regen, der besonders im Frühjahr und Sommer ausbleibt, nicht wundern.

Auch in 2020 werden wir also wieder mit Extremwetter zu tun haben.

23 Mrd. jedes Jahr für die Klimarettung in die Taschen hauptsächlich der Windlobby. Geld regiert eben doch die Welt. Die Lobbyisten, die sich tagtäglich mit der Materie beschäftigen, um die Gesetzeslücken wissen und natürlich mit viel Geld durch die Windparkbetreiber versorgt werden, haben mit Gemeinderäten, die sich mühsam nach Feierabend mit komplizierten und kaum erfüllbaren Vorgaben rumplagen, leichtes Spiel! Wenn also, wie geschehen, in der Ratssitzung am 04.09. Gemeinderatsmitgliedern mit finanziellen Schadensersatzansprüchen gedroht wird und dies nicht glaubwürdig durch die Verwaltung oder dem Bürgermeister entkräftet werden kann, ist es ja nicht verwunderlich, dass man keine Mehrheiten gegen den Kreis zusammen bekommt.

Fragt sich nur, warum der Kreis nicht gleich die Verantwortung übernimmt,

dann braucht man die Gemeinde erst gar nicht fragen. Hätte die Gemeinde in diesem speziellen Fall in Stemwede ihr Einverständnis verweigert, weil man mit dem neuen Bebauungsplan noch nicht so weit ist, wäre das Vorhaben dieser Klimaretter zunächst mal gestoppt worden. Nur hätten die Ratsmitglieder dann mit Sicherheit unerfreuliche Post von hochspezialisierten Anwälten, wie der Prozess in Münster schon gezeigt hat, bekommen. In Münster war der Jurist aus Köln ja auch schon erfolgreich. Es verwundert den langfristigen Betrachter der Windlobby allerdings gewaltig, wie einfach diese Lobbyisten Druck ausüben können und auf der anderen Seite öffentliche Objekte wie der BER-Flughafen, der jeden Monat Millionen kostet, keinen einzigen Verantwortlichen aus der Politik auf die Füße fällt. Dass da zumindest im Unterbewusstsein eine gewisse Politikverdrossenheit aufkommt, darf doch niemanden mehr wundern. Könnte man mir irgendwas Positives vorweisen, aber nichts außer Theorie.

Praktisch muss ich als Landwirt mit dem Wetter klarkommen,

was die letzten zwei Jahre sicherlich schwierig war. Wenn unser Ratsmitglied der Grünen auf das Baumsterben hinweist, darauf muss man mich als Waldbesitzer von sieben ha nicht aufmerksam machen. Das ist sehr wohl dramatisch, nur wie konnte das trotz der vielen Windmonster und 23 Mrd. Euro jedes Jahr für die Energiewende passieren?

Kann es doch wohl sein, dass man das Geld an falscher Stelle einsetzt? Hätte man z.B. den öffentlichen Nahverkehr mit solchen Summen gefördert, den Güterverkehr wesentlich stärker auf die Schiene verlagert, wäre vielleicht viel mehr Klimaschutz mit weniger Belastung für den Bürger herausgekommen.

Aber Vernunft kann man in der großen Politik nicht erwarten,

da gilt es ja eher Interessen von Lobbyisten zu bedienen. Die Ratsmitglieder, die dann näher an den Bürgern sind, haben aber in wichtigen Fragen leider nicht das letzte Wort. Der Ministerpräsident von Baden Württemberg Winfried Kretschmann (Grüne) hat es vor kurzem in einem Interview richtig erkannt und kundgetan. Wenn die Wähler die AFD, Trump, Boris Jonson, Salvini, Orban usw. wählen, dann machen die aktuellen Politiker wohl etwas falsch. Die Politik muss sich mal mit dem Gedanken vertraut machen, dass nicht der Wähler die Schuld an der Misere hat.

Die Energiewende kostet Germany durch Schäden in Land- und Forstwirtschaft und überflutete Städte Milliarden plus den teuersten Strom in der EU.


1.06.2019

Storchenspaziergang am 16. Juli. - Die Laufzeit beträgt ca. 2 Stunden bei gemächlichem Tempo mit Pausen.

Wir laden alle Stemweder, egal ob Mitglieder oder nicht, zu einem „Storchennestspaziergang" ein.

VETO Lädt ein zum Storchenspaziergang

 Los geht es um 14 Uhr bei Wehdebrocks, Hollweder Straße 16, wir laufen zum Storchennest am Mehner Wald und dann weiter zum Storchennest nach Wehdem. Von dort geht es zu Steinkamps, wo gegrillt und geklönt wird.


16.03.2019, 12:12:00

Leserbrief/Kommentar von Rainer Wehdebrock 1. Vorsitzender der Bürgerinitiative VETO! zum Verhandlungstermin am 14.3.2019 OVG Münster.

Von wegen Planungshoheit - eigentlich unfassbar:

Gesetzliche Anforderungen an den kommunalen Flächennutzungsplan in der jetzigen Form kaum erfüllbar!

Offenbar hat schon seit dem Jahr 2011 kein gemeindlicher Flächennutzungsplan eine Anfechtung vor einem Verwaltungsgericht unbeschadet überstanden.

So auch der seit drei Jahren gültige FNP der Gemeinde Stemwede, in welchem die Vorranggebiete für die Windenergienutzung vermeindlich rechtssicher ausgewiesen sind, der nun zumindest in Teilen nicht gültig sein soll.

Als Zuschauer der Verhandlung und juristischer Laie, hat die Gemeindevertretung meiner Meinung nach alle, von der gegnerischen Seite vorgebrachten Argumente, durch gute und nachvollziehbare Begründungen entkräftet.

Für mich war weder erkennbar, wo die angeblichen Versäumnisse der Planung liegen, noch, wie ein derart haarspalterisches Tauziehen um gefühlte Banalitäten an den Kriterien für die Errichtung eines Bürgerwindparks, mit den Zielen Klimarettung vereinbar ist.
Ob nun 9,7% oder erst 10% der Gemeindefläche bzw. 250 oder 300 Meter Abstand von Windanlagen zur Wohnbebauung nun die entscheidenden Kriterien für eine teilweise Aufhebung des Flächennutzungsplans sind, will sich mir beim besten Willen nicht erschließen.

Genauso wie der Poker um den Mindestabstand zum leverner Ortskern hinsichtlich des Erhalts der historischen Ansicht, sowie die Einbeziehung eines kleinen Waldstücks im Ortsteil Drohne, erscheint mir eher kleinliche Juristerei als eines (Oberverwaltungs-) gerichtlichen Rechtsspruchs würdig.
Auch die Forderung der Kläger, sich als Gemeinde über die Vorgabe des Kreises, hinsichtlich der Berücksichtigung der Überschwemmungsgebiete, hinwegzusetzen, entbehrt nicht einer gewissen Absurdität.

Es sieht für mich fast so aus, als seien die gesetzlichen Bestimmungen in dieser Form so gestrickt, dass jeder, der ein justiziables Haar in der Vorgaben-Suppe finden will, auch durchaus fündig wird, gerade so, als bestünde die Absicht, juristische Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zu erwirken.

Im Klartext:
Genauso wie die Enertrag AG aus Brandenburg an der Idee des Windkraftwerks in der Babbelage festhält, werden wir von der Bürgerinitiative VETO! uns weiterhin dafür stark machen, dass der vorhandene Flächennutzungsplan in Kraft bleibt, bzw. in der vorliegenden Form rechtssicher fortgeschrieben wird, da sich an den Gründen, die gegen die Babbelage sprechen, durch das nun vorliegende Urteil nichts geändert hat.

08.03.2019, 11:12:00

Leserbrief/Kommentar von Rainer Wehdebrock 1. Vorsitzender der Bürgerinitiative VETO! zum Verhandlungstermin am 7.3.2019 OVG Münster.

Punkt für die Gemeinde

Das war dann mal ein kurzes Vergnügen - mit erstauntem Publikum.

Selbst die vorsitzende Richterin war wohl durchaus überrascht, als der Anwalt der Gemeinde Stemwede seinen Kontrahenten von der Enertrag AG für befangen erklärte.

Diese Kollege, seinerzeit in beratender Funktion an der Aufstellung eines rechtssicheren Flächennutzungsplans für die Gemeinde über seine Kanzlei beteiligt, vertritt jetzt ausgerechnet die Enertrag AG, die als Gegner genau diesen Flächennutzungsplan wegen Formfehlern anfechtet und für ungültig erklären lassen möchte, um doch noch den großen Windpark in der stemweder Babbelage durch zu boxen!

Da halfen keine Erinnerungslücken, Ausflüchte oder halbherzige Erklärungsversuche, am Ende gab es dann doch lange Gesichter bei den sonst so siegessicheren Windkraftlern, als der Gemeinde-Jurist entsprechenden Schriftverkehr nachweisen konnte, und das Gericht die Verhandlung notgedrungen vertagen musste.

Ein Teil der anwesenden Stemweder war schon etwas amüsiert darüber, wie größenwahnsinnig wohl jemand sein muss, zu versuchen, einen sorgfältig und mit hohem finanziellen Aufwand erstellten öffentlichen Flächennutzungsplan juristisch, auf Grund von Formfehlern anzufechten, und dabei selbst formal derartig ins Fettnäpfchen zu treten.


Na gut, wirklich lustig ist das nicht, aber es ist immer wieder erstaunlich bis erschreckend, mit welcher Dreistigkeit diese Lobbyisten bzw. potentiellen Absahner vorgehen.
Ob das am Ende schon bei der Erstellung des FLNP von diesem Herrn so vorgesehen war, sei dahingestellt, ich persönlich gehe davon aus und hoffe das dem nicht so ist! – Obwohl, wer könnte besser einen formalen Fehler in einem Planungs-Dokument finden, als der, der dabei als Berater tätig war?

Auf jeden Fall ist besagter Advokat der eigentliche Gewinner der Verhandlung, weil alle seine Tätigkeiten, damals für die Gemeinde Stemwede – heute für die Gegenseite, garantiert jeweils gut entlohnt wurden bzw. noch werden.
Natürlich ändert dieser Umstand nichts an der Tatsache, dass bei der nächsten Verhandlung am 14. März der FLNP wahrscheinlich wegen Formfehlern seine Gültigkeit verliert, und die Windkraftbetreiber wieder auf ein einträgliches Geschäft auf Kosten der Allgemeinheit hoffen können.

Na ja, für mich, als überzeugter Demokrat, der den Gauben an das Rechtssystem noch nicht verloren hat bedeutet das, dass ich mal wieder eine Woche gut schlafen kann, weil dieses Mal nicht der kleine, steuerzahlende Mann, sondern ein durch Zwangsabgaben aufgeblähter, arroganter Finanzriese unter dem Deckmäntelchen der Klimarettung, eins „auf die Mütze“ bekommen hat.

Dass dann am Ende des Verhandlungstermins noch Stimmen laut wurden, die sich darüber beschwerten, warum unser Gemeinde-Jurist seine Erkenntnisse über den doppelt-engagierten Kollegen nicht schon im Vorfeld an das Gericht weitergab, kann ich persönlich nicht nachvollziehen. - Ich an seiner Stelle hätte, angesichts der Hinterhältigkeit, oder sei es auch nur angesichts der peinlichen Dummheit der Gegenseite, genauso gehandelt!


11.11.2018, 11:11:00

Nanu, Enertrag gibt sich siegessicher?!?

Seltsame Geschehnisse in Stemwede sind im Umfeld der Windparkplanung wirklich nichts Neues...

...so verwundert es uns nicht im Geringsten, dass laut eines, wie immer sehr gut recherchierten Artikels der Lokalredaktion des Westfalenblatts, (Geheim-) Agenten der Enertrag AG versuchen, Grundstückseigentümer in der Babbelage zu scheinbar lukrativen Pachtverträgen hinsichtlich des bereits im Jahr 2016 abgelehnten Windparks (Bild unten↓) zu bewegen.

so könnte der Windpark in der Babbelage aussehen 

Na ja, die Firma Enertrag wiedermal, wirbt jetzt auf alle Fälle nicht mehr mit Glaubwürdigkeit, Planvölle und Wirksamkeit, wie es noch im März dieses Jahres ganz oben auf ihrer Website zu lesen war, sondern freut sich neuerdings offiziell z. B. darüber, als neues Mitglied des Branchennetzwerks Women of Wind Energy Deutschland e.V. (WoWED) Genderbewußtsein zu demonstrieren. Schön und gut, sogar lobenswert den Anteil von Frauen und weiblichen Führungskräften in der Branche der Windenergie im Besonderen und den Erneuerbaren Energien insgesamt deutlich zu erhöhen. Erstaunlicherweise finden wir im Kapitel „UNTERNEHMENSLEITUNG" so auf Anhieb keine Frau, klar, is' halt immer noch Männersache!

Daneben erfahren wir etwas über das großgeschriebene Du in der Unternehmensphilosophie, den Azubitarif in der Kantine und eine Leistungsprämie, die sich Auszubildende und Studenten verdienen können, um sich auf Augenhöhe mit ihren Kollegen zu fühlen. Auch ganz nett von Enertrag, echt jetzt.

An dritter Stelle gibt es dann das berühmte Video - Talk im Turm - mit Jörg, dem Firmengründer, wirklich sehenswert!
In entspannter Atmosphäre wird hier u. A. von den Erfolgen im Sektor Energiespeicherung durch die elektrolytische Wandlung elektrischer Energie in Wasserstoff berichtet, da wird mir ganz warm ums Herz! So kuschelige 5 bis 10€ für die Kilowattstunde, rein für die Speicherung versteht sich, (was ha'm die da überhaupt in den Gläsern?) deren Erzeugung beim Verbraucher im Moment noch mit geradezu lächerlichen anmutenden 5,63 Cent (die ca. 19% des Strompreises ausmachen) zu Buche schlägt, lieber Jörg, das ist wirklich eine tolle Perspektive - kein Wunder, dass es auf der ENERTRAG Windgas-Produktseite noch recht „mau" aussieht!
(Sorry, das ist eines meiner Lieblingsvideos auf YOUTUBE, ich stolpere aber jedes mal über den vollkommen unnötigen „Dreierstecker" in der Steckdose links unten im Bild, also frage ich mich, was soll so eine unschöne „Wandwarze" mit drei Anschlüssen, wenn nur ein Stecker drinsteckt in solch einem tollen Film über Kompetenz bei der Stromerzeugung? Ich persönlich finde Dies höchst irritierend.)

Nun mal Spaß beiseite, allerliebste Enertragler, macht doch mal 'ne professionelle Website, schreibt doch mal Tacheles und nicht solche Rührseligkeiten -

  • schreibt doch mal darüber, wie das geht, klammheimlich und in aggressiver Weise stemweder Flächeneigentümer zur Unterzeichnung von unwiderruflichen Pachtverträgen zu „bewegen" (wobei, nebenbei bemerkt, solche Aktionen, nicht nur mir, sowohl datenschutzrechtlich fragwürdig als auch insofern unterirdisch vorkommen, da dort laut Flächennutzungsplan kein Windpark gebaut werden darf),
  • schreibt doch mal darüber, wie man sich, offensichtlich postfaktisch, die (durch den „Bürger"-Status begünstigten) Zuschläge als Bürgerwindpark letztenendes über zwei Wehdemer Strohmannfirmen erwirkt
  • und nicht zuletzt darüber, wie ein, durch einen demokratisch gewählten Gemeinderat, nach ausgiebigen Diskussionen und Abwägungen erstellter Flächennutzungsplan, mithilfe juristischer Winkelzüge ausgehebelt werden soll, damit Ihr da ein paar Milliönchen rausziehen könnt, obwohl schon eine adäquate Fläche für die Windkraftbebauung im FLNP (ohne Beteiligung der Enertrag) ausgewiesen ist.

Meine Empfehlung an Euch wäre die Gründung eines BauFäNetWrk Germany e.V. (Bauernfängernetzwerk Deutschland e.V.) wo Ihr Euch so richtig austobt (aber so wirklich volles Rohr bzw. volle Turbine die Landbevölkerung verulkt), Euch gegenseitig tolle Geschichten erzählen und Euch selbst und Gleichgesinnte nach Herzenslust beweihräuchern könnt, aber lasst Stemwede und die Babbelage in Ruhe!

Ich wiederhole gerne meinen Tip vom 14. März:

Lieber Jörg, natürlich ist es toll, dass es gilt „möglichst viel von unserem Erfolg an die Menschen vor Ort zurückzugeben".
Besser als das Zurückgeben ist allerdings immer noch: Gar nicht erst was wegnehmen!

Narhallamarsch!


14.03.2018

Das Gleiche lässt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Die Glaubwürdigkeit in Reinkultur! (Gedanken zu einem Besuch auf der ENERTRAG-Website - von Rainer Wehdebrock )

Das Gleiche lässt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht“.(Johann Wolfgang von Goethe, Schriftsteller 1749-1832) Bild: Wikipedia

ENERTRAG ist glaubwürdig, ENERTRAG ist planvoll, ENERTRAG ist wirksam - so zu lesen ganz vorne auf der Website der Enertrag AG, jenes Unternehmens, das nun doch den „Bürgerwindpark" in der Babbelage mittels einer Normenkontrollklage möglich machen will.

Also glaubwürdig, planvoll und sogar echt wirksam - das sind ja super Infos!
Ob eine Kapitalanleger-Gesellschaft es wirklich nötig hat, damit jetzt unbedingt an exponierter Stelle auf der Website zu werben, darüber bin ich mir allerdings nicht so ganz sicher.  Das versteht sich doch wohl normalerweise, bei einer seriösen Aktiengesellschaft, von selbst - oder etwa nicht?

Interessanter sind da schon die Fakten:
Die Enertrag AG aus 17291 Dauerthal hat 667 Windkraftanlagen, 460 Mitarbeiter und erwirtschaftet 216 Mio Gesamtertrag/Jahr - das sind natürlich, im Vergleich zur Bürgerwindpark Babbelage West UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG bzw. der Bürgerwindpark Babbelage Ost UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG (beide aus Stemwede), tatsächlich, die großen Jungs, wie auch immer diese Burschen hierher kommen.

Wenn man dann auf der Enertrag-Website weiter liest, staunt man nicht schlecht darüber, dass diese Kollegen, nach eigenen Worten, ein wesentliches Problem der Energiewende schon 2013, zusammen mit Greenpeace, durch die Grundsteinlegung zur Einspeisung von Windgas ins nationale Energienetz, gelöst haben (wollen).
Allerdings bleibt die Beschreibung des erwähnten Einspeisesystems eher schwammig, es hört sich aber ganz so an, als könne dieses Gas in Flaschen erworben werden, in spezielle Autos getankt bzw. in Biogasheizkraftwerken beigemischt werden...

Wie dem auch sei, das klingt alles recht glaubwürdig, klar, in jedem Fall für die Anleger denen mindestens 4,5% - 5% Rendite aus der EEG-Umlage winken und genau so glaubwürdig wie die (Co2-)Emissions-Erfolge der Energiewende 2.0 - x.y, oder was auch immer noch kommen wird.

Mal im Ernst:

Die heimischen „Bürgerwindpark Babbelage West UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG bzw. der Bürgerwindpark Babbelage Ost UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG (beide laut Online-Handelsregister im Juli 2017 gegründet)" erhalten den Zuschlag für einen Bürgerwindpark, mit allen Vorteilen, die ein Bürgerwindpark im Vergleich zu professionellen Investoren hat, und trotz der Ratsentscheidung gegen dieses Gebiet strebt nun die Windmonsterbranche eine Normenkontrollklage gegen die Gemeinde an? Sollen denn die „Heuschrecken"-Investoren, die Bürgerwindpark-Projekte nach eigenen Aussagen „begleiten", wiedermal die Nutznießer der ganzen Aktion sein, in dem sie sich über einen, nach ausgiebigen Diskussionen und sorgfältiger Prüfung erarbeiteten, Beschluss schlicht hinwegsetzen und klagen?

Die Ungewissheit ob man Betroffener einer immer fragwürdigeren und doch ergebnislosen Energiewende ist, die bei den CO2-Emissionen einen kaum messbaren Erfolg zeigt, lässt unsereins letztenendes dann doch an der Glaubwürdigkeit des gesamten Systems zweifeln!

Selbstverständlich wird VETO! sich mit allen Mitteln in gewohnter Form gegen den Windpark wehren und wir hoffen bzw. gehen davon aus, dass die Gerichtsentscheidung bei der mittlerweile erreichten Fragwürdigkeit der sog. Energiewende die Rechtmäßigkeit der Gemeindeentscheidung bestätigt.

Ich als Landwirt kann mit meiner Hofstelle, die seit mehreren hundert Jahren vor Ort steht, nicht wie ein Storch oder ein Rotmilan in andere Gebiete auszuwandern.
Im Zweifel für die Anwohner, und nicht für die begleitenden „Heuschreckeninvestoren" aus Brandenburg!

Zum Schluss noch ein schönes Zitat:
Es gilt, möglichst viel von unserem Erfolg an die Menschen vor Ort zurückzugeben"

Es stammt von Jörg Müller, Vorstandsvorsitzender der ENERTRAG AG und es ist ebenfalls auf der besagten Website zu finden:
Die Teilhabe möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger ist ENERTRAG seit Gründung ein zentrales Anliegen. Es gilt, möglichst viel von unserem Erfolg an die Menschen vor Ort zurückzugeben. Unter Ausschreibungsbedingungen braucht es bundesweit einheitliche Mindeststandards, um die hohe Akzeptanz der Windenergie auch in der Zukunft zu sichern. Nur damit wird die Fortsetzung der Energiewende gelingen."

Auf deutsch übersetzt könnte das auch heißen: „Ihr bekommt die Peanuts, wir bekommen den Rest, und das wird so lange fortgesetzt bis die nächste Spekulationsblase platzt." - muss es aber nicht, ist vermutlich glaubwürdig gemeint, wie schon gesagt.

Mein Tip:

Natürlich ist es schön und gut, dass es gilt „möglichst viel von unserem Erfolg an die Menschen vor Ort zurückzugeben".
Besser als zurückgeben ist allerdings: Gar nicht erst was wegnehmen!

P.S.

Übrigens,
stemweder Bürger können jetzt getrost VETO! unterstützen, die „Heuschrecken" kommen aus Brandenburg und nicht mehr aus der Nachbarschaft oder dem Bekanntenkreis.

Die Schlagschatten großer WK-Anlagen werden von Anwohnern oft als sehr störend empfunden, genauso wie die Schatten- Simulation auf unserer Website etliche User stört.
Im Gegensatz zur echten WKA können Sie den Schattenwurf bei uns jederzeit nachhaltig abschalten. Wählen Sie bitte dazu aus der folgenden Liste den Eintrag „Schatten AUS"!


Noch ist dieses Bild eine Montage!
Veto
blickt bestürzt nach Levern.
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